Alte weiße Männer – Erzählung von Nikola Krebs

Was bisher geschah:

Um die moralische Krise der Galaxis zu beenden, hatte der Kranke Mann am Bosporus – Chef der Geheimen Weltregierung – gegen ein uraltes galaktisches Gastrecht verstoßen, das besagte, dass außerirdische Ankömmlinge, die mit guten Absichten gekommen waren, immer ein Einreisevisum erhielten. Die Beanspruchung dieses Gastrechtes hatte in jüngerer Zeit zu üblen Konflikten geführt, da massenweise Außerirdische ankamen, die die Welt retten wollten. Diese Konflikte waren nicht anders zu befrieden als durch eine Verweigerung der Landung und Ausweisung dieser Außerirdischen. Damit kehrte wieder Ruhe ein, jedoch war sie trügerisch. Denn die Ruhe war nur eine Pause, die von den Weltrettern zur moralischen Aufrüstung genutzt wurde. In unterirdischen Katakomben organisierte sich auf verschiedenen Planeten in geheimen Zirkeln eine neue Welle von Weltrettern, die nicht die Bereitschaft hatten, sich solchen Repressalien eines tyrannischen Regimes zu beugen.

https://kusanowsky.files.wordpress.com/2023/10/alte-weisse-maenner.pdf

Nikola Krebs ist eigentlich eine weltberühmte Bestseller-Autorin, die aber aus aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes unter einem anderen Pseudonym dieses Erzählung vorlegt.

Hier der Audiotrack bei Soundcloud

https://soundcloud.com/kusanowsky/alte-weise-manner



Zum Ewigen Frieden – Erzählung von Alfred Testa

In der Chefzentrale der Geheimen Weltregierung herrscht das blanke Entsetzen und alle sind verzweifelt: ein Raumschiff mit Außerirdischen ist gelandet um die Welt zu retten. Die Aktivisten haben sich mit einem Kleber festgeklebt, den man nicht entfernen kann. Das bedeutet, dass der Weltuntergang unvermeidlich erscheint. Es kommt noch schlimmer: alle Versuche, die Welt zu retten, verschärfen nur die Gefährdungssituation. Die Lage ist ausweglos. Zum Glück kommt etwas dazwischen.

„Zum Ewigen Frieden“ heißt diese Erzählung von Alfred Testa. Über den Autor: Der Autor ist nicht die Figur in einer berühmten Erzählung von Stanislaw Lem, sondern die Figur in einem autobiografischen Roman, den er noch nicht geschrieben hat.

https://kusanowsky.files.wordpress.com/2023/07/zum-ewigen-frieden.pdf

Den Audiotrack findet man hier


Oder wer mag bei Youtube, die Aufnahme ist die selbe:

https://youtu.be/QtkiJhfy4Rc


Über Technisation, technische Intelligenz der Gesellschaft und Wege aus der ökologischen Krise. 2

  1. Die angekündigte Überlegung beginnt philosophisch konventionell und theologisch ab ovo, das heißt bei Adam und Eva, also bei der Frage, womit alles angefangen hat.
    Ich gehe von der konstruktivistischen Auffassung aus, dass die Welt und was immer man darunter verstehen kann, alles das ist, was für Wittgenstein der Fall war. Das heißt: die Welt ist alles, was ein Beobachter feststellen kann und ohne ihn nicht
    feststellbar wäre. Ich weise jeden philosophischen Standpunkt zurück, der von einer beobachtungsunabhängigen Realität ausgeht. Eine philosophische Diskussion kann ich mir an dieser Stelle sparen. Diese wird seit dem 17. Jahrhundert geführt und geht unverdrossen mit kaum noch neuen Varianten der immer gleichen Subjekt/Objekt-Unterscheidung weiter. Wer sich an dieser Diskussion weiterhin beteiligen möchte, kann das gerne tun, wird aber die Erfahrung machen, dass man bald nur noch von algorithmengesteuerten Automaten interessante Antworten erhält, weil diese Automaten als die einzigen erscheinen werden, die dieser Endlosschleife der Diskussion noch gewachsen sind.

    https://kusanowsky.files.wordpress.com/2023/04/2.-technisation-technische-intelligenz-der-gesellschaft.pdf

Über Technisation, technische Intelligenz der Gesellschaft und Wege aus der ökologischen Krise. 1

Von Quirin Poulsen, Frühjahr 2023

Für #trialogmr2023

Das Rätsel der Technik
1. Es wurde und wird sehr viel darüber gerätselt was Technik ist, wie man sie definieren und auffassen kann, wie man sie von anderem abgrenzt – z.B. von Kunst oder Natur –  und wovon man sie unterscheiden sollte, wie z.B. von Handwerk, Technologie, Wissenschaft oder sonst was. Vor allem wird nach den Folgewirkungen von Technik gefragt. Dabei handelt es sich um Überlegungen, die teils sachlich, teils sorgenvoll, teil abwegig künftige Entwicklungen beschreiben, prognostizieren und gegebenenfalls Warnungen formulieren angesichts der monströsen Zerstörungs-, Vergiftungs- und Verseuchungsphänomene, die sich global überall bemerkbar machen. Niemand bestreitet, dass all dies monströse Folgewirkungen eines gesellschaftlichen Technikgebrauchs sind; aber alle verlangen nach neuen und weiteren technischen Anlagen, Apparaten, Vorrichtungen und Vorkehrungen um das Schlimmste zu verhindern: Windräder und Sonnenkollektoren, Elektro- und Wasserstoffmotoren, Wärmepumpen und sonstige Erfindungen der Bindung von CO2. Grün soll die Technik sein. Grün, die Farbe der Hoffnung. Damit wird alles gut.

Trialog Marburg 2019, 3. Teil – Das Finale #trialogmr2019

4. Trialog Marburg, Samstag, den 1. Juni 2019, abends, nach dem Grillen

#4 Mit scharfem K.

Kreide auf Tafel. Zethkah, Brempel, Hassprediger Luther, Apollonia, Chefscha, Ford Capri, Ruby Rosa, Mutagen, 2019.

 

Dieser Trialog war der klerikalste Trialog ever. Es wurde zwanglos über Gott geredet, dabei wurde die Welt zwanghaft vergessen, weshalb sie prompt Beschwerdebriefe schrieb. Völlig zurecht. Normalerweise soll immer über Gott und die Welt geredet werden. Wegen der Ausgewogenheit. Daran hatte es diesmal gefehlt. Diese Einseitigkeit zulasten künftiger Generationen dürfte aber kaum noch ins Gewicht fallen, denn man sollte ja bedenken, dass sonst immer nur über die Welt geredet wird. Da darf man auch mal eine Ausnahme machen.

Die Agenda hatte zwei wichtige TOPs: Eine Videobotschaft an den Heiligen Michael, der dafür verantwortlich gemacht wurde, dass die Welt etwas zu kurz gekommen war. Aber egal. Keine Angst, keine Schuld. Und eine Petition an die geheime Weltregierung, deren Veröffentlichung durch Annagelung an einer evangelischen Kirchentür beschlossen wurde. Zufälligerweise wurde ein Titel für das Tafelbild gefunden bevor es fertig war. Das war gegen die Vorschrift. Es ging aber nicht anders.

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Anhang: 1. Agenda 2. Petition an die geheime Weltregierung

1. Agenda:

 

2. Petition an die geheime Weltregierung

 

Trialog Marburg 2019, 2. Teil – Kassensturz Burse #trialogmr2019

Unten ist die Tabelle über die Einnahmen, die Ausgaben und den Vorschuss angezeigt. In Marburg ist ein Vorschuss von nunmehr 180 Euro für den Trialog Marburg 2020 bei den Herbergseltern hinterlegt. Der Überschussbetrag von 298 Euro wurde als Vorschuss an den Trialog Wien überwiesen. Dort liegt diese Summe plus 50 weitere Euro, die @hansnoed eingesammelt hat. Diese 50 Euro tauchen in meiner Buchhaltung nicht auf.

Es sei allen Spendern, Helfern, An- und Abwesenden für die Hilfe und die Unterstützung gedankt

Trialog Marburg 2018 – Das Finale

3. Trialog Marburg, Samstag, den 12. Mai 2018, abends.

#3 Vision wischen

Schwellkopf Matsch, Farbsocke, Papamuumin, Muss’sch Nachdenken, Zethkah, Rubi Rosa, Väinämönen, e.gal

Kreide auf Tafel, 166×95 cm, Archiv: ehemaliger Ziegenstall, Trialog-Hotel, unverkäufliches Exemplar

Das Finale des Trialog Marburg 2018 war unvermeidlich. In den zwei Tagen zuvor wurde viel erlebt und gestaunt, viel diskutiert und geredet, viel gegessen und getrunken. Vor allem wurde viel getrödelt. Aber jetzt wurde es ernst. Die Versammlung war beinahe vollzählig, nur Naomi hatte sich mit Schlafsack und Pullover ins Heu zurück gezogen. Es wurde eben noch a bisserl kalt um diese Jahreszeit.

Die Tagesordnung war von zivilisierter Überschaubarkeit. Da die meisten bereits wussten, worum es nun gehen würde, war die Einführung in das Heilsgeschehen kein Problem. Eine Kerze wurde entzündet und die Tafel wurde Klarschiff gemacht. Was am Anfang keiner wissen konnte war, dass enorm viel gelacht wurde und zwar so viel bis es reichte.
Das war vielleicht der Grund dafür, weshalb wir am Ende einige Schwierigkeiten hatten, einen Titel für das Bild zu finden. Aber wie so oft, war es auch hier so, dass die beste Möglichkeit immer am längsten auf sich warten lässt.

Wir spielten noch eine Runde „Familie Schiefmaul“, um die Kerze schlafen zu schicken und gingen dann auch ins Bett.

Wir freuen uns auf einen #4 Trialog Marburg 2019 und wünschen allen Helfern, Gönnern und Spendern alles Gute.